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Männerchor
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Orpheus-Preisträger Frank Häser kam über Kirchenmusik und Polizei zum Gesang


„Ich bin ein Spaßvogel“, sagte Frank Häser, der im Jahr 2003
für seine Darstellung des Osmin in Mozarts „Entführung aus
dem Serail“ mit dem Bad Hersfelder Orpheuspreis aus-
gezeichnet wurde. Und gerade diesen Wesenszug kann er gut
in die Rolle des mit Kugelkopf und Kugelbauch ausgestatteten
Opern-Bösewichts einbringen.


Nach Bad Hersfeld kam der aus dem Hunsrück stammende Frank Häser über seinen Gesangslehrer Andreas Karasiak von der Universität Mainz. „Es ist ein tolles Gefühl, auf dieser Bühne zu stehen. Bombastisch!“, sagt Häser über die Stiftsruine.

Doch die musikalische Laufbahn des Baritons war nicht gradlinig auf Operngesang ausgerichtet. Als Kind bekam er Orgelunterricht und spielte bei Hochzeiten zum Tanz auf. Mit 14 Jahren begann er, Klavier zu spielen und beschloss nach der Schule, Kirchenmusik zu studieren. In Trier schloss er mit dem

C-Examen ab. In dieser Zeit leitete Frank Häser bereits mehrere Chöre.

Während einer fünfjährigen Anstellung als Organist in Kastellaun schloss der Sänger das B-Examen der Kirchenmusik an. Häser entschloss sich jedoch, zur Polizei zu gehen. „Nach einigen Jahren als

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Schutzpolizst wollte ich dann doch Gesang studieren“, erzählt Frank Häser. Dies tat er dann bei Claudia Eder und Andreas Karasiak in Mainz.

Bereits einen Monat später übernahm er die Rolle des Sarastro in „Die kleine Zauberflöte“ nach Wolfgang Amadeus Mozart. Weitere Rollen, darunter eine szenische Inszenierung des 8. Madrigalbuches von Claudio Monteverdi und die Oper „Prinz Heinrich inszeniert eine Oper“ nach „Iphigenie auf Tauris“ von Christoph Willibald Gluck mit Angelica Domröse als Regisseurin.

In Bad Hersfeld stand Frank Häser zum ersten Mal auf der Bühne. „Ich versuche, mich so gut es geht in die Rolle des Osmin hineinzuversetzen“, sagt er. Während der Proben mit Regisseur Christoph Groszer hatte der Solist auch Gelegenheit, eigene Ideen in die Inszenierung einzubringen.

Es ist ihm gelungen, den alten Griesgram zu einem liebenswerten und drolligen Bösewicht zu machen, der sich auch in die Herzen des Publikums gespielt und gesungen hat. „Der Applaus ist meine Bestätigung“, ist sich Häser sicher. Der Orpheus-Preis ist eine unerwartete Überraschung für den jungen Bariton, der als Osmin ist seine erste große Opernrolle singt.

Zwar schwitzt er unter seiner Latex-Glatze und mit dem Wattebauch sehr, aber „für einen Osmin finde ich das Kostüm sehr gelungen“, lacht er.

Wenn er nicht auf der Opernbühne steht, hält sich Frank Häser mit Joggen fit und hat auch dem Bad Hersfelder Geistalbad den einen oder anderen Besuch abgestattet. „Bad Hersfeld ist eine sehr schöne Stadt“, sagt er.

Nach seinem Engagemant in Bad Hersfeld wird sich Frank Häser weiter seinem Gesangsstudium widmen. Und er hat noch viel vor: „Mein Gesangslehrer sagt, ich wäre ein Heldenbariton“, erzählt Häser. Und das bedeutet unter anderem Wagner-Opern, „Auch immer gerne in Bayreuth“, schmunzelt der junge Solist, der in Bad Hersfeld einen tollen Karrierestart hingelegt hat.

 


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